18.10.2018 Quo vadis?

Nachdem ich mir meinen Unmut über „das Portal“ von der Seele geschrieben habe, bereite ich mich auf erfreulichere Dinge vor.

Am 3. Oktober nämlich muss auf der Anima mea Platz geschaffen werden für einen Gast!

Es ist der Bruder des Käptn, der aus Düsseldorf einfliegt, um uns eine Woche zu besuchen.

Die beiden Brüder Weiterlesen

24.08.2018 Auf der Flucht

Es ist ätzend!

Jeden Tag kündigt der Wetterbericht spätestens ab Nachmittag Gewitter für Sizilien an. Sightseeing ist jetzt zweitrangig. Allein das Wetter bestimmt die Reiseplanung.

Unterwegs beäugen wir misstrauisch die Wolkenberge, die sich um uns herum auftürmen. Wo kommen sie her? Wo ziehen sie hin?

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24.07.2018 Von Giganten, Trulli und Höhlenmenschen

Am Montag, dem 16. Juli, verlassen wir Marina di Leuca in Richtung Crotone mit dem festen Vorsatz, bald wieder nach Apulien zurückzukehren.

Um fünf Uhr starten wir unseren „Oscar“, der mangels Wind wieder einmal das Segel ersetzen muss.

Um 7:45 Uhr – wir haben bereits 15 Meilen geschafft – bekommt Oscar einen „Rappel“, stottert rum und atmet wie ein Asthmatiker. Weiterlesen

07.06.2018 Kalamata

Ein wundervoller Duft von frischer Wäsche erfüllt die Anima mea.

Ich weiß nicht, welches Waschmittel die Frau des Marineros in der Kalamata Marina benutzt, aber es verfehlt seine Wirkung nicht. Genüsslich nehme ich das dicke Wäschepaket auseinander und verstaue Handtücher, Bettwäsche und Unterwäsche wieder an ihrem Platz in den fast leeren Schapps. Das war mir die 25 Euro wert und ich freue mich immer, wenn ich die Menschen vor Ort ein wenig unterstützen kann. Weiterlesen

03.06.2018 Von Robotern, Ratten und Dieselpest

Der geniale Dädalos baute nicht nur die hölzerne Kuh für Königin Pasiphae. Er schuf auch den ehernen Giganten Talos, den er König Minos schenkte und der ihn zum Wächter Kretas bestimmte.

Dreimal am Tag umrundete dieser eherne Roboter die Insel, um jeden Fremden daran zu hindern, Kreta zu betreten, aber auch jeden Einheimischen, von ihr zu fliehen.

Vielleicht hält uns Talos inzwischen auch schon für Einheimische. Auch nach einer vollen Woche haben weder die Polizei noch irgendeiner unserer sporadisch auftauchenden Nachbarn Anstoß daran genommen, dass wir immer noch an der Kaimauer mit den dicken, schwarzen Autoreifen auf und ab tanzen. Zwar hat der Wind hier abgenommen, doch draußen auf dem offenen Meer weht es noch immer kräftig, weshalb ständig hohe Wellenberge die Bucht herunter bis an unsere Mauer rollen.

Wann hört dieser heftige Nordwind endlich auf? Weiterlesen