02.09.2017 Sommerausklang

Sturm oder wenigstens Starkwind bleiben aus, und so schön der Ankerplatz in Palaias Epidavros auch ist: Wir wollen jetzt einen Tapetenwechsel!

Am Montag, den 28. August machen wir uns auf den Weg zur Insel Aigina, wo wir unser Winterlager beim Kanonis Boatyard reserviert haben.

Zuerst steuern wir durch die enge Passage zwischen der kleinen Insel Dhorousa und der Insel Angistiri hindurch. Im Süden von Angistiri entdecken wir einen schönen Ankerplatz, doch er ist bereits mit großen Motoryachten vollgestopft.

Die Insel Dhorousa

Dann erreichen wir die Nordwestspitze der bergigen, mit Pinien bewachsenen Insel Angistiri. Laut Rod Heikell „Griechische Küsten“ soll es hier vor dem Kai des kleinen Hafens Mooringleinen geben. Also eventuell für uns eine Möglichkeit, hier anzulegen.

Doch als wir unsere Hafenrunde drehen, müssen wir feststellen, dass auch dieser Hafen keine freien Plätze mehr bietet. Macht aber nichts, denn der Meltemi ist im Busch. Da wäre dieser Ort völlig ungeeignet. Weiterlesen

26.08.2017 Im falschen Film?

Unser erstes Ziel im Saronischen Golf ist Korphos an der Küste des Peleponnes. Im Hafen gibt es keinen brauchbaren Platz für uns, denn die wenigen Plätze mit Mooringleinen sind bereits besetzt. Aber in der fast vollständig von Land umschlossenen Bucht gibt es genug gute Ankermöglichkeiten.

Dicht unter Land lassen wir gegen 15 Uhr auf etwa acht Meter Wassertiefe den Anker fallen. Er fasst sofort und gräbt sich fest in den gut haltenden Grund ein. So können wir beruhigt zusehen, wie sich der Himmel zunehmend verdunkelt. Dann grummelt es auch schon in den Wolken und ein paar Tropfen fallen herunter.

Aber ein richtiges Gewitter wird nicht daraus. Die Wolken ziehen hinaus auf´s Meer, und am Abend ist alles vorbei.

Korphos nach dem Unwetter

Doch kann der Bravste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt! Weiterlesen

28.07.2017 Von Wolken, Wind und mehr

Am Mittwoch machen wir nach dem Frühstück das Schlauchboot klar und schippern zur Hafenmauer. Eine riesige Schildkröte sitzt dort auf einem der Treppchen, an denen man mit dem Beiboot festmachen und an Land gehen kann. Sie verströmt einen unglaublichen Gestank, denn sie ist tot. Der Panzer hat ein großes Loch, das den Blick auf die inneren Organe freigibt. Wahrscheinlich ist das arme Tier auf seinem Weg an den Laichplatz in eine Schiffsschraube geraten.

Wir suchen uns ein anderes Treppchen zum Anlanden und machen ein paar Besorgungen. Dann besuchen wir unser Stammcafe mit Wifi. Doch heute können wir nicht lange bleiben. Der Wind geht an und das Wasser gerät in Bewegung. Weiterlesen

22.07.2017 Im Land der Götter

Am Sonntag kehren wir nach dem Abendessen in der Taverne „Pascha“ noch auf einen Uso in der benachbarten Bar „Pristina“ ein. Hier sitzen wir auf der luftigen Terrasse und beobachten die dunklen Wolkenformationen, die vom Festland herüberquellen. Die freundliche Wirtin hat uns schon erzählt, dass dort bereits heftige Regenschauer niedergehen. Und genau so sagen es auch unsere Gribs vorher!

Hier in Vathi auf der Insel Meganision soll es allerdings auch Regen geben, doch die kleine Kellnerin erklärt: „Nein, es wird nicht regnen. Ich bin von Levkada und kenne mich aus. Das Wasser muss schwarz werden, dann regnet es bald. Es ist aber noch zu hell. Vielleicht ein paar Tropfen. Mehr nicht.“

Obwohl es drückend heiß im Schiff ist, haben wir beim Weggehen vorsorglich die Luken geschlossen. So trinken wir in Ruhe unseren Uso aus und machen uns dann auf den Weg zum Schiff.

Kaum sind wir da, beginnt es zu krachen und zu blitzen. Der dunkle Himmel öffnet seine Schleusen. Um 21 Uhr prasseln Hagelkörner wie ein Trommelfeuer auf das Deck und unseren Cockpitschirm. Hoffentlich überlebt er das! Zehn Minuten später verwandelt sich der Hagelschauer in Starkregen. Nach weiteren 15 Minuten stoppt der Regen, es blitzt und donnert weiter und die Luft ist deutlich abgekühlt. Ein süßer Duft von Oleanderblüten erfüllt die Luft. Die Natur atmet auf!

Weiterlesen

16.07.2017 Wenn ich einmal reich wär….

zum Beispiel so reich wie Aristoteles Onassis, dann würde ich mir bestimmt auch eine Insel in Griechenland kaufen.

Genau genommen, kaufte sich der verstorbene Tankerkönig gleich ein kleines Archipel: Skorpios, Skorpidi und Sparti. Eine Insel schöner als die andere mit einem fantastischen Panorama auf die Inseln Levkada und Meganision, das griechische Festland und die vielen kleinen Inselchen dazwischen.

Obwohl wir noch nicht viel von Griechenland kennen, gehen wir davon aus, dass ein so reicher Grieche sicher weder Kosten noch Mühen gescheut hat, um sein Häusle in einer der schönsten Ecken seines Heimatlandes zu errichten.

In diese paradiesische Inselwelt brechen wir am Dienstag, den 11. Juli um 10 Uhr morgens auf. Weiterlesen