21.08.2017 Durch den Isthmus

Am Samstag, den 19.08., klingelt der Wecker um kurz vor fünf Uhr morgens.

Es ist noch stockdunkel, aber windstill. Wir haben alles für die Abfahrt vorbereitet, lösen die Festmacher und verlassen die Hafenmauer von Ormos Isidorou. Um 9:40 Uhr haben wir den Alkyoniden-Golf am östlichen Ende des Golfs von Korinth erreicht. An Backbord öffnet sich der stark gegliederte Kolpos Domvrainis, in dem wir gerne ankern würden. Aber der Wetterbericht sagte für heute noch starke Fallböen für diesen Küstenabschnitt mit den steilen, karg bewachsenen Berghängen voraus. Weiterlesen

28.07.2017 Von Wolken, Wind und mehr

Am Mittwoch machen wir nach dem Frühstück das Schlauchboot klar und schippern zur Hafenmauer. Eine riesige Schildkröte sitzt dort auf einem der Treppchen, an denen man mit dem Beiboot festmachen und an Land gehen kann. Sie verströmt einen unglaublichen Gestank, denn sie ist tot. Der Panzer hat ein großes Loch, das den Blick auf die inneren Organe freigibt. Wahrscheinlich ist das arme Tier auf seinem Weg an den Laichplatz in eine Schiffsschraube geraten.

Wir suchen uns ein anderes Treppchen zum Anlanden und machen ein paar Besorgungen. Dann besuchen wir unser Stammcafe mit Wifi. Doch heute können wir nicht lange bleiben. Der Wind geht an und das Wasser gerät in Bewegung. Weiterlesen

16.07.2017 Wenn ich einmal reich wär….

zum Beispiel so reich wie Aristoteles Onassis, dann würde ich mir bestimmt auch eine Insel in Griechenland kaufen.

Genau genommen, kaufte sich der verstorbene Tankerkönig gleich ein kleines Archipel: Skorpios, Skorpidi und Sparti. Eine Insel schöner als die andere mit einem fantastischen Panorama auf die Inseln Levkada und Meganision, das griechische Festland und die vielen kleinen Inselchen dazwischen.

Obwohl wir noch nicht viel von Griechenland kennen, gehen wir davon aus, dass ein so reicher Grieche sicher weder Kosten noch Mühen gescheut hat, um sein Häusle in einer der schönsten Ecken seines Heimatlandes zu errichten.

In diese paradiesische Inselwelt brechen wir am Dienstag, den 11. Juli um 10 Uhr morgens auf. Weiterlesen

04.07.2017 Ankerfreuden

Am letzten Tag im Juni verlassen wir Korfu und steuern das griechische Festland an. Es sind nur 20 Seemeilen bis Mourtos, doch das reicht voll und ganz bei diesem „Schwachwind“. An Segeln ist nicht zu denken, also muss wieder mal unser Oscar ran.

Damit sich seine grüne Höhle nicht in eine heiße Hölle verwandelt, zieht der Käptn vor der Fahrt stets die Schubladen in der Motorabdeckung heraus. So kann die heiße Luft aus dem Motorraum entweichen, was allerdings den Salon auf 32°C aufheizt. Aber besser, unsere ungebetenen Mitfahrer – die Fliegen, Mücken und Wespen – sterben an einem Hitzschlag, als dass unser Motor kollabiert!

Doch alles hat ja zwei Seiten. Und die gute Seite ist, dass es bei fehlendem Wind auch keine Welle gibt, die die Ankerfreude trüben könnte. So können wir uns das Liegegeld im Hafen von Mourtos sparen und mit Blick auf die vorgelagerten Syvota-Inseln Nisis A. Nikolaos und Nisis Sivota in der hübschen Klosterbucht auf 3,70 m tiefem, glasklarem Wasser den Anker ausbringen.

Zum Festland hin blicken wir auf ein schmuckes, kleines Hotel mit Sandstrand und weißen Sonnenschirmen. Daneben steht eine größere Taverne aus Feldsteinen, aus der die momentan angesagten englischen Hits in moderater Lautstärke zu uns herüberwehen. Am Ufer darunter erkennen wir einen Steg mit Bootsverleih. Doch in keiner der Lokalitäten an Land herrscht viel Betrieb und in der Klosterruine am Eingang der Bucht hausen jetzt höchstens noch die Eidechsen und Geckos.

Die Syvota-Inseln Weiterlesen

29.06.2017 Mandraki

Als nächstes Ziel auf Korfu haben wir uns Port Mandraki am Kap Ak Sidero ausgeguckt. Im Gegensatz zum alten Hafen der Hauptstadt liegt er abseits der Fähr-, Kreuzfahrer-und sonstigen Touristenströme unterhalb des alten Forts. Diese „Bilderbuchlage“ macht Port Mandraki sehr beliebt, weshalb ich in Gouvia sicherheitshalber beim Hafenmeister des kleinen Clubhafens anrufe und eine Zusage für eine Mooring ab Sonntag bekomme.
Die kurzweilige Fahrt dauert nur ein Stündchen. Auf dem Wasser tummeln sich kreuz und quer die Fähren, Fischer- und Ausflugsboote. Große und kleine Yachten bewegen sich in alle vier Himmelrichtungen und der Käptn muss während der kurzen Reise gut die Augen offen halten.

Kreuzfahrer im Päckchen Weiterlesen