17.10.2017 Aegina

Wie gerne wären wir am 4. Oktober die 13,5 Seemeilen von Piräus nach Aegina gesegelt!

Doch leider regt sich kaum ein Lüftchen, als wir morgens um 9:10 Uhr in der Zea Marina in Piräus ablegen. So wird unser letzter Törn im Jahre 2017 eine Motorfahrt durch das dunkelblaue, nur leicht gekräuselte Mittelmeer.

Als wir die lange Mole der Marina Zea passiert haben und Kurs auf Aegina nehmen, rufe ich im Kanonis Boatyard an und gebe unsere voraussichtliche Ankunftszeit durch. „Alles klar, wir erwarten euch!“ sagt Herr Kanonis.

Um 12:20 Uhr liegen wir im Becken der Werft. Dann kommt der gelb-blaue Travellift angerollt und hebt unser Schiff aus dem Wasser. Alles läuft sehr professionell und problemlos ab.

Kanonis-Junior steuert den Travellift. Links stehen Herr Kanonis und sein Vater. Weiterlesen

07.09.2017 Sanssouci

Der Wetterbericht meldet für die nächsten Tage nur leichte Winde, so dass wir wie geplant am Sonntagmorgen, den 03. September Poros verlassen.

Nach zwölf Seemeilen haben wir die Südspitze von Aegina erreicht. Heute steuern wir entlang der Ostküste der Insel nach Norden.

An dieser Seite präsentiert sich die Insel wesentlich grüner als im trockenen Süden und mit ihrer bizarren Steilküste auch interessanter als im Westen.

In der Steilwand blühen wunderschöne „Felsrosen“. Weiterlesen

02.09.2017 Sommerausklang

Sturm oder wenigstens Starkwind bleiben aus, und so schön der Ankerplatz in Palaias Epidavros auch ist: Wir wollen jetzt einen Tapetenwechsel!

Am Montag, den 28. August machen wir uns auf den Weg zur Insel Aigina, wo wir unser Winterlager beim Kanonis Boatyard reserviert haben.

Zuerst steuern wir durch die enge Passage zwischen der kleinen Insel Dhorousa und der Insel Angistiri hindurch. Im Süden von Angistiri entdecken wir einen schönen Ankerplatz, doch er ist bereits mit großen Motoryachten vollgestopft.

Die Insel Dhorousa

Dann erreichen wir die Nordwestspitze der bergigen, mit Pinien bewachsenen Insel Angistiri. Laut Rod Heikell „Griechische Küsten“ soll es hier vor dem Kai des kleinen Hafens Mooringleinen geben. Also eventuell für uns eine Möglichkeit, hier anzulegen.

Doch als wir unsere Hafenrunde drehen, müssen wir feststellen, dass auch dieser Hafen keine freien Plätze mehr bietet. Macht aber nichts, denn der Meltemi ist im Busch. Da wäre dieser Ort völlig ungeeignet. Weiterlesen

26.08.2017 Im falschen Film?

Unser erstes Ziel im Saronischen Golf ist Korphos an der Küste des Peleponnes. Im Hafen gibt es keinen brauchbaren Platz für uns, denn die wenigen Plätze mit Mooringleinen sind bereits besetzt. Aber in der fast vollständig von Land umschlossenen Bucht gibt es genug gute Ankermöglichkeiten.

Dicht unter Land lassen wir gegen 15 Uhr auf etwa acht Meter Wassertiefe den Anker fallen. Er fasst sofort und gräbt sich fest in den gut haltenden Grund ein. So können wir beruhigt zusehen, wie sich der Himmel zunehmend verdunkelt. Dann grummelt es auch schon in den Wolken und ein paar Tropfen fallen herunter.

Aber ein richtiges Gewitter wird nicht daraus. Die Wolken ziehen hinaus auf´s Meer, und am Abend ist alles vorbei.

Korphos nach dem Unwetter

Doch kann der Bravste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt! Weiterlesen

21.08.2017 Durch den Isthmus

Am Samstag, den 19.08., klingelt der Wecker um kurz vor fünf Uhr morgens.

Es ist noch stockdunkel, aber windstill. Wir haben alles für die Abfahrt vorbereitet, lösen die Festmacher und verlassen die Hafenmauer von Ormos Isidorou. Um 9:40 Uhr haben wir den Alkyoniden-Golf am östlichen Ende des Golfs von Korinth erreicht. An Backbord öffnet sich der stark gegliederte Kolpos Domvrainis, in dem wir gerne ankern würden. Aber der Wetterbericht sagte für heute noch starke Fallböen für diesen Küstenabschnitt mit den steilen, karg bewachsenen Berghängen voraus. Weiterlesen