17.05.2019 Unter der Knute des Grigal

In der letzten Nacht in Punta Ala schlafe ich sehr schlecht. Immer wieder werde ich wach und lausche hinaus. Was macht der Wind?

Über Nacht hat er sich tatsächlich beruhigt, aber ich traue ihm nicht über den Weg! Oft tut er nämlich nur so, als sei er eingeschlafen. Und dann, von einer Sekunde auf die andere, springt er plötzlich wieder mit einem mächtigen Satz aus seinem Wolkenbett.

Auch der Käptn ist früh wach. Um 5:45 Uhr ist die Kuchenbude zusammengerollt und der Strom abgeschlagen. Dann werfen wir die Leinen los.

Als wir den Golf von Follonica zwischen Punta Ala und Piombino überqueren, geht über den Bergen der Toskana die Sonne auf.

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09.05.2019 Schaukle, schaukle, in die Welt hinein….

Dieses Liedchen – kann gut sein, dass es selbst erdichtet wurde – sang meine Mutter immer, wenn ich als Kind auf meiner Schaukel saß. Mein Vater hatte sie an einem steilen Abhang vor unserem Haus zwischen zwei hohen Robinien für mich angebracht.

Robinen schätzen ein mildes Klima. Hier blühen sie gerade. Aber auch im milden Klima des Rheinlands gedeihen sie. Weiterlesen

05.05.2019 Wie das Kaninchen vor der Schlange…

schauen wir immer wieder auf die Windy-App und warten auf den großen Sturm.

Doch der ziert sich wie eine Diva. Lässt auf sich warten und täuscht gutes Wetter vor.

Am Samstag meldet der Windmesser sogar manchmal Windstärke Null!

Am blauen Himmel quellen derweil graue und weiße Wolken miteinander um die Wette und wir beschließen, uns ein bisschen die Seebeine zu vertreten. Die Busfahrt nach Orbetello haben wir gestrichen, nachdem unsere Nachbarn aus Monaco – sie sind mit ihrem acht Meter Bötchen auf dem Weg zum Hauskauf nach Korfu – wenig begeistert von der „Lagunenstadt“ zurückkehrten.

Mir steht der Sinn sowieso schon lange nach der grünen Natur, die vor lauter antiken Trümmern in Rom wenig Platz findet. Und in Lido di Ostia wachsen höchstens Hundehaufen aus den dürftigen Beeten an der Strandpromenade. Weiterlesen

18.10.2018 Quo vadis?

Nachdem ich mir meinen Unmut über „das Portal“ von der Seele geschrieben habe, bereite ich mich auf erfreulichere Dinge vor.

Am 3. Oktober nämlich muss auf der Anima mea Platz geschaffen werden für einen Gast!

Es ist der Bruder des Käptn, der aus Düsseldorf einfliegt, um uns eine Woche zu besuchen.

Die beiden Brüder Weiterlesen

11.09.2018 Wir sammeln Edelsteine

Den ersten Edelstein finden wir, als wir am 01. September die Äolischen Inseln erreichen.

Es ist die Insel Vulcano, deren aktiver Gran Cratere sich dunkel, vegetationslos und rauchend hinter den bizarren Felsen der Bucht Porto di Ponente erhebt.

Unseren Plan, hier zu ankern, verwerfen wir nach kurzer Überlegung. Nach 50 Seemeilen sind wir irgendwie zu müde, um jetzt noch ein Ankermanöver zu fahren. Zumal es beim ersten Versuch nicht unbedingt klappen könnte, wie Rod Heikell in seinem Küstenhandbuch Italien schreibt:

„Der Grund besteht aus grobem Sand, in dem sich der Anker nicht sofort eingräbt. Mit Geduld und Ausdauer gelingt es.“ Weiterlesen