18.08.2017 Ein geheimer Ort

Am Mittwoch, dem 16. August verlassen wir den griechischen Nabel der Welt, um uns entlang der Festlandküste dem Kanal von Korinth ein weiteres Stück anzunähern.

Zunächst gestaltet sich die Reise angenehm: Das Himmelsblau teilt sich den Platz mit vielen grau-weißen Wolken, die angenehmen Schatten spenden, wenn sie sich vor die Sonne schieben. Der Wind weht mit vier Beaufort aus östlicher Richtung, was im Moment gut passt, da wir zunächst nach Süden zum Kap Ak Makry-Nikolaos müssen. Dort läuft die hohe, kark bewachsene Steilküste in eine langgezogene, immer flacher werdende, felsige Landzunge aus, über die jetzt der Ostwind ungehindert von den Bergen heruntersaust.

Obwohl mit bereits killendem Segel ganz hoch am Wind, drücken uns die Hammerböen immer wieder auf die Seite. Weiterlesen

15.08.2017 Götterdämmerung

Als wir von unserer Trizonia-Jungletour zurückkehren, trauen wir unseren Augen nicht!

Am Kopf der Hafenmauer genau vor uns legt gerade eine große Motoryacht (Voyager 560) mit ukrainischer Flagge an. Ist da nicht gerade Krieg?

Während wir über die Badeleiter an Bord klettern und anschließend Rudi Koster an Deck hieven, ruft der Skipper von seinem „Turmbau zu Babel“ herunter: „Kann ich ihnen helfen?“ In Deutsch wohlgemerkt und es klingt genau so, wie Vladimir Klitschkos „Miiiielch-schniete“.

Noch nie hat uns kleinem Segellicht ein Mensch auf einer so großen Motoryacht Hilfe angeboten! Wir glauben, nicht richtig gehört zu haben und fragen verdutzt: „Wobei?“ Weiterlesen

11.08.2017 Gibt es schnorchelnde Schutzengel?

Nach unserer Rundreise über den Peleponnes bleiben wir noch einen Tag in Patras. Der Käptn muss mal wieder in den Mast klettern, weil das Topplicht bei unserem wilden Ritt „aus der Fassung“ geraten war. Na ja, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Vielmehr sorgen Sonne und Salzwasser unaufhaltsam dafür, dass das Material langsam marode wird. Mal sehen, wie lange die „Notfallbehandlung“ halten wird!

Es kann jedenfalls am nächsten Tag weitergehen. Wir starten bei vier Beaufort, aber schon vor der Meerenge von Rion und Antirrion bläst es uns mit Windstärke fünf bis sechs entgegen. Gleichzeitig setzt der Strom mit etwa zwei Knoten aus der gleichen Richtung, so dass unser Oscar ganz schön arbeiten muss, um die acht Tonnen Schiff unter der gewaltigen Hängebrücke hindurchzuschieben.

Die Rion-Antirrion-Hängebrücke ist mit 2252 m Länge die längste Drahtseilbrücke der Welt. Die Durchfahrten zwischen den vier Pylonen sind 560 m breit, die Durchfahrtshöhe reicht von 25 m bis maximal 45 m.

Jetzt haben wir den Golf von Patras hinter uns und den Golf von Korinth vor uns. Weiterlesen

07.08.2017 Es liegt auf der Hand

Im lauten, quirligen Patras schlagen wir für acht Tage unser Lager auf.

Gleich am Tag nach unserer Ankunft mieten wir bei AVIS für vier Tage einen Fiat Panda. Nach unserem schrecklichen Erlebnis auf Ibiza haben wir uns geschworen, vorzugsweise bei renommierten Firmen wie beispielsweise „Europcar“ oder „Avis“ und nur noch mit Rundumschutz und ohne Selbstbeteiligung zu mieten, auch wenn es etwas teurer ist.

Die Vertragsbedingungen sind sowohl in griechischer als auch in deutscher Sprache verfasst, das Personal ist sehr freundlich und der Preis von ca. 80 Euro pro Tag ist unter den gewünschten Bedingungen auch akzeptabel. Schließlich haben wir ja gerade Hochsaison. Bezahlt wird nicht cash sondern mit Kreditkarte!

So starten wir am Mittwoch, dem 2. August unsere Entdeckungstour über die „Griechische Hand„. Im Gepäck ist unser Polyglott Reiseführer „Griechenland“. Die Touren 7, 8 und 9 sollen uns zu den kulturellen und landschaftlichen Highlights des Peleponnes führen.

Die Touren 7, 8 und 9 liegen auf der Hand Weiterlesen

02.08.2017 Wer ist Takis Vrionis???

Der Wind hält sich tatsächlich an die „Drei-Tage-Regel“ und flaut am Samstag ab. Der Seegang im Hafen von Vathi beruhigt sich und wir können an Land frisches Brot für die Weiterreise einkaufen. Dann tanken wir an der Tankstelle frisches Wasser und füllen den Dieseltank auf. Jetzt heißt es Abschied nehmen von Odysseus Insel. Durch den Kolpos Aetou fahren wir hinaus Richtung Ak A. Ilias, wo wir auf Nordkurs gehen.

Je mehr wir uns der Nordspitze von Ithaka nähern, je stärker bläst uns der Wind entgegen. „War wohl doch ein Fehler, nach Norden zu fahren“, denken wir. Doch als wir schließlich die drei Kaps – Ak Nikolaos, Ak Ioannis und Ak Exogi – gerundet haben, schwächt sich der Wind auf vier Bft ab und die Welle schiebt uns in die Meerenge „Stenon Ithakis“ zwischen Ithaka und Kefalonia.

Nun haben wir die größte Ionische Insel an Steuerbord. Bis zu 1618 m erheben sich die verkarsteten Berge auf Kefalonia. Das bewaldete Ufer und die bunten Häuschen erinnern uns ein bisschen an Norwegen. Weiterlesen