17.10.2017 Aegina

Wie gerne wären wir am 4. Oktober die 13,5 Seemeilen von Piräus nach Aegina gesegelt!

Doch leider regt sich kaum ein Lüftchen, als wir morgens um 9:10 Uhr in der Zea Marina in Piräus ablegen. So wird unser letzter Törn im Jahre 2017 eine Motorfahrt durch das dunkelblaue, nur leicht gekräuselte Mittelmeer.

Als wir die lange Mole der Marina Zea passiert haben und Kurs auf Aegina nehmen, rufe ich im Kanonis Boatyard an und gebe unsere voraussichtliche Ankunftszeit durch. „Alles klar, wir erwarten euch!“ sagt Herr Kanonis.

Um 12:20 Uhr liegen wir im Becken der Werft. Dann kommt der gelb-blaue Travellift angerollt und hebt unser Schiff aus dem Wasser. Alles läuft sehr professionell und problemlos ab.

Kanonis-Junior steuert den Travellift. Links stehen Herr Kanonis und sein Vater. Weiterlesen

03.10.2017 Wir sind das Volk!

Es ist schon 27 Jahre her, als auf den Montagsdemonstrationen in der ehemaligen DDR dieser Ruf erklang. Das Volk bäumte sich auf, ging unerschrocken auf die Straße und erlangte durch friedlichen Protest die Freiheit. Seitdem leben wieder alle Deutschen in einer Demokratie, einer Staatsform, in der das Volk entscheidet.

Ein wichtiger Bestandteil der Demokratie sind freie, geheime Wahlen, in denen das Volk seine Vertreter wählt.

Am 24. September konnten die wahlberechtigten Deutschen über ihre zukünftige Regierung entscheiden. Die meisten gingen an diesem Wahlsonntag in ihr Wahllokal und füllten den Wahlzettel in der Wahlkabine aus. Dann steckten sie den Wahlzettel in ein Briefkuvert und warfen es in eine Wahlurne. Wohl die wenigsten dachten daran, dass dieses Wahlverfahren bereits vor 2353 Jahren in Athen praktiziert wurde!

Allerdings war damals die Wahlurne aus Marmor und der Wahlzettel aus Metall. Der Wähler war Einwohner Athens, der Stadt, in der die DEMOKRATIE erfunden wurde. Denn hier galt der in Marmor gemeißelte Erlass über „Volk und Demokratie“.

Öffentlich in Athen aufgestellt: Die Stele der Demokratie (337/336 v. Chr.) Weiterlesen

01.10.2017 Unter Dach und Fach

in Glasvitrinen, an Wänden, auf Podesten und Sockeln stehen und hängen die Fundstücke aus längst vergangenen Zeiten. Hier sind sie sicher vor Raub und Zerstörung und erzählen ihre Geschichte.

Es ist kühl geworden in Athen. Graue Wolken bedecken seit Tagen den Himmel und ein frischer Nordwind weht uns um die Ohren. Wir ziehen seit Monaten zum ersten Mal lange Hosen und Socken an und gehen ins Museum.

„Museum? Langweilig!“ wird jetzt vielleicht mancher Leser sagen.

Stopp! Nicht wegklicken! Vielleicht kann ich ja den einen oder anderen überzeugen, dass es nicht so ist. Weiterlesen

21.09.2017 For Your Eyes Only

 Kloster Agia Trias in Meteora

Es ist schon später Nachmittag, als wir Dion und Vergina hinter uns lassen und auf die Autobahn E 90 in Richtung Westküste nach Ioanina fahren. Nach 60 Kilometern kommt endlich die Abzweigung nach Trikala und es geht nach Süden weiter. Aber bis dort müssen wir ja gar nicht fahren. Wir haben nur noch weitere 60 Kilometer vor uns und gute Chancen, Meteora mit dem letzten Büchsenlicht zu erreichen.   Weiterlesen

20.09.2017 Besuch bei „Königs“

Nachdem uns der Olympus einen Eindruck von der Größe und Macht der griechischen Götter vermittelt hat, begeben wir uns auf die Spur der Makedonischen Könige.

Die nordgriechische Provinz Makedonien beginnt gleich nördlich des Olymp-Massivs und reicht bis an die Grenzen zu Albanien und Mazedonien. Die heutige Hauptstadt von Makedonien ist Thessaloniki am Thermaischen Golf, an den auch die Westküste der Chalkidiki mit ihren drei „Fingern“ Kassandra, Sithonia und Athos grenzt.

Im antiken Königreich Makedonien hieß die Hauptstadt Agiai. Gegründet wurde sie von einem makedonischen König mit Namen Archelaos, den eine Ziege – griechisch: aiga – an den Platz leitete, der heute Vergina heißt und untrennbar mit den Namen Phillip II und Alexander der Große verbunden ist.

Auch wer früher im Geschichtsunterricht Wichtigeres zu tun hatte als aufzupassen: An Alexander den Großen und dem mit ihm verbundenen Merkspruch: 333 – Issos Keilerei konnte wohl kaum ein Schüler vorbeihören. Sein Vater Philipp II hatte da schon bessere Chancen, überhört zu werden!

2300 Jahre altes Elfenbein: Philipp II, König von Makedonien Weiterlesen