29.06.2018 All is lost!

In der Taverna Porto auf Zakynthos lodert schon das Feuer im Grillkamin, als wir auf der überdachten Terrasse vor dem Flachbildschirm Platz nehmen. Kurz darauf setzt sich ein junges deutsches Paar aus Ratingen an den Nebentisch. Einen Tisch weiter kommt ein Paar aus der Schweiz dazu. Alle warten gespannt auf den Anpfiff des WM-Vorrundenspiels Deutschland gegen Schweden.

Die Schweizer wollen nicht so recht raus mit der Sprache, wem sie die Daumen drücken. Sind eben eine „neutrale Nation“. Die junge Frau aus Ratingen hüllt sich derweil in eine große schwarz-rot-goldene Flagge. Sie ist ein echter Fußballfan und fiebert die ganze Zeit mit, während Deutschland eine Chance nach der anderen durch die Lappen geht und Schweden das erste Tor schießt. Weiterlesen

23.06.2018 Ionische Insel in Sicht!

Die 29 Seemeilen von Kiparissia bis Katakolon muss der Motor wegen der schwachen Brise mitlaufen.

Schon von weitem ist die lange Steinmole auszumachen und gerade steuert ein Kreuzfahrtschiff den großen Hafen an.

Als auch wir dort ankommen, hat die MSC Musica bereits festgemacht und weiße Busse rollen an, um die Kreuzfahrer aus aller Welt zügig nach Olympia zu karren.

Wer mehr Zeit für den Landgang hat, könnte aber auch mit dem Zug zu der antiken, nur 25 km entfernten Sportstätte gelangen.

An der Mauer des Yachtbeckens hängt ein Schild mit dem Hinweis, dass sich Yachten über Kanal 12 bei der Port Authority melden sollen. Ich versuche es, weil ich fragen möchte, ob wir eventuell irgendwo längsseits anlegen können, erhalte jedoch keine Antwort.

Na gut, dann fahren wir eben zum nördlich des Hafens gelegenen Ankerplatz, wo wir auf vier Metern Wassertiefe den Anker werfen, während sich über Land schon wieder bedrohliche Gewitterwolken zusammenballen. Mit Blitz, Donner, heftigen Windböen und ein paar Regentropfen wälzen sie sich später über uns und die verwaiste MSC Musica hinweg, auf deren Oberdeck auf einem riesigen Bildschirm bunte Fußballbilder vor dem Gewitterwolkengrau aufflackern. Weiterlesen

18.06.2018 Peleponnes, adieu, ich muss gehn…

Irgendwann ist Schluss mit Sicherheit und Bequemlichkeit! Wir bekommen nämlich wieder das „Kribbeln“ in den Seebeinen ….

Am Montag verabreden wir uns mit Günther und Ilona von der „Anna Gisa“ zu einem gemeinsamen Abschieds-Abendessen in der Marina Kalamata. „Da Francesco“ hat heute leider Ruhetag, aber gleich nebenan gibt es ja noch das „Pasta und Pizza„. Günther und Ilona, die mit ihrem Schiff bereits seit acht Jahren in der Kalamata Marina liegen, sind nicht begeistert, als ich dort bereits am Tisch sitze, um den neuesten Blog einzustellen. Sie haben nämlich in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit diesem Restaurant gemacht, doch wo ich schon hier sitze, geben sie dem griechischen Restaurant mit italienischem Namen eine zweite Chance. Weiterlesen

11.06.2018 Natur trifft Kultur

Wir wollen noch ein paar Tage das angenehme Leben in der Kalamata Marina genießen und mieten uns für drei Tage ein Auto bei STRADA – RENTACAR ( www.stradarent.gr ). Das kleine Büro in Rot und Weiß sieht frisch gestrichen aus und wie sich herausstellt, sind wir die ersten Kunden im neuen Geschäft.

Die junge Frau hinter dem Schreibtisch ist sehr freundlich und macht uns ein gutes Angebot: 93 Euro ohne Selbstbeteiligung für einen Skoda Fabia – Diesel. Nehmen wir sofort, denn der Liter Diesel ist gut 20 Cent billiger als Benzin.

Der kleine Wagen hat noch keine 6000 km auf dem Tacho und zieht wie der Teufel.

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07.06.2018 Kalamata

Ein wundervoller Duft von frischer Wäsche erfüllt die Anima mea.

Ich weiß nicht, welches Waschmittel die Frau des Marineros in der Kalamata Marina benutzt, aber es verfehlt seine Wirkung nicht. Genüsslich nehme ich das dicke Wäschepaket auseinander und verstaue Handtücher, Bettwäsche und Unterwäsche wieder an ihrem Platz in den fast leeren Schapps. Das war mir die 25 Euro wert und ich freue mich immer, wenn ich die Menschen vor Ort ein wenig unterstützen kann. Weiterlesen