03.03.2019 Schietwetter!

Kaum hat sich der Februar einen strahlenden Abgang verschafft, zeigt der März wieder mal, dass „metereologischer Frühlingsanfang“ nur eine hoffnungsvolle Vokabel der Wetterfrösche ist. Die Wahrheit da draußen ist nass, kalt und stürmisch.

Arme Karnevalsjecken! Der Rosenmontagsumzug wird nicht lustig!

In Rom könnte unsere Anima mea unter ihrer grünen Plane allerdings schon ins Schwitzen kommen. 18°C und wolkenloser Himmel sagt „Windy“ dort für morgen voraus. Unser Schiff ist wirklich zu beneiden!

Mit jedem Tag steigt jetzt unsere Vorfreude auf das Wiedersehen, während wir fleißig unsere To-Do-Liste abarbeiten. Weiterlesen

17.10.2017 Aegina

Wie gerne wären wir am 4. Oktober die 13,5 Seemeilen von Piräus nach Aegina gesegelt!

Doch leider regt sich kaum ein Lüftchen, als wir morgens um 9:10 Uhr in der Zea Marina in Piräus ablegen. So wird unser letzter Törn im Jahre 2017 eine Motorfahrt durch das dunkelblaue, nur leicht gekräuselte Mittelmeer.

Als wir die lange Mole der Marina Zea passiert haben und Kurs auf Aegina nehmen, rufe ich im Kanonis Boatyard an und gebe unsere voraussichtliche Ankunftszeit durch. „Alles klar, wir erwarten euch!“ sagt Herr Kanonis.

Um 12:20 Uhr liegen wir im Becken der Werft. Dann kommt der gelb-blaue Travellift angerollt und hebt unser Schiff aus dem Wasser. Alles läuft sehr professionell und problemlos ab.

Kanonis-Junior steuert den Travellift. Links stehen Herr Kanonis und sein Vater. Weiterlesen

07.09.2017 Sanssouci

Der Wetterbericht meldet für die nächsten Tage nur leichte Winde, so dass wir wie geplant am Sonntagmorgen, den 03. September Poros verlassen.

Nach zwölf Seemeilen haben wir die Südspitze von Aegina erreicht. Heute steuern wir entlang der Ostküste der Insel nach Norden.

An dieser Seite präsentiert sich die Insel wesentlich grüner als im trockenen Süden und mit ihrer bizarren Steilküste auch interessanter als im Westen.

In der Steilwand blühen wunderschöne „Felsrosen“. Weiterlesen

Torrevieja, den 02.05.2016 – Und tschüss!

Kurz vor dem Wochenende haben wir noch einmal alles gegeben. Schließlich erwarten wir Besuch auf der Anima mea. Wir putzen und polieren, räumen und ordnen. Die Kühlbox und das Getränkefach werden aufgefüllt und das Bettzeug für unseren Gast wird bezogen. Am Freitag um 14.30 Uhr soll unser Freund Rolf in Alicante landen.
Oscars Angebot, einen seiner Firmenwagen von Freitag bis Sonntag zu benutzen, nehmen wir gerne an. Unser „Tom Tom“ wird an die Scheibe geklebt, dann geht es los zum Flughafen. Na, das kann ja heiter werden! Das Navi kennt weder Alicante Flughafen noch Alicante Aeropuerto. Es verlangt eine Straße mit Hausnummer. Keine Ahnung, an welcher Calle der Flughafen liegt.
Also erst mal auf der Autobahn Richtung Alicante. Der Flughafen müsste kurz vor der Stadt an der rechten Seite auftauchen. Kann man eigentlich nicht verpassen.
Doch ausgerechnet heute regnet es und die Wolken hängen bis auf die Erde. Sie verschlucken die Berge, das Meer und den Flughafen. Wir rauschen am Flughafen vorbei, fahren an der nächsten Ausfahrt raus und dann zurück. Unterwegs simse ich Rolf, dass wir uns wohl verspäten werden. Doch auch sein Flieger landet mit geringfügiger Verspätung, so dass er nur kurz in der Ankunftshalle auf uns warten muss.
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Oscars Auto

Auf dem Rückweg nach Torrevieja bessert sich das Wetter wieder. So kann Rolf trockenen Fußes die Anima mea entern, die er seit über drei Jahren nicht mehr gesehen hat.
Am Samstag kommt die frohe Botschaft: Die Förderpumpe ist da! Frisch aus der Fabrik in Schweden auf dem Eilweg geschickt war noch nicht mal Zeit, sie „volvogrün“ zu spritzen. Es dauert nicht lange, da hat Nigel sie eingebaut.
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Das hat nicht jeder: eine silberne Lichtmaschine. Die Förderpumpe versteckt sich im Motorblock. Weiterlesen

Torrevieja, den 04.11.2015 – Piep!

ertönt es aus der Windmesseranzeige im Cockpit. Starkwind- Alarm! Der Wind kommt mit sieben Beaufort aus Osten.  Doch reffen müssen wir heute am Abend des 1. Novembers nicht. Gott sei Dank liegen wir im geschützten Hafen. Ich koche weiter, der Käpt´n „studiert“ den        „Spiegel online“ im Schutz der Kuchenbude.

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Während wir „unten“ im Salon zu Abend essen, geht „oben“  die Piep-Show weiter. Immer schneller, immer häufiger fegen die Böen heran. Piep! Hu-u-Hu-u… faucht es  es auf und ab, dazu ertönt ein dunkles, durchdringendes Huohuohuo! Als würde jemand in einen  riesigen Flaschenhals blasen. Piep! Wie ein aufgeregtes Flatterband zischelt es ständig  sirrrr, zirrrr, sirrrr, zirrrrr im Duett mit einem pfeifenden Trirrrr, trirrrr. Piep! Zum Windorchester haben sich schon längst die schwimmenden „Hafenbewohner“ gesellt. Klack, klack, klonk, klonk schlagen die Fallen der großen Schiffe an die Masten. Piep! Kling, kling, kling, kling hämmert es auf den kleinen Booten. Piep! Anima meas Festmacherleinen ächzen abwechselnd  grrriz, grrrruz. Unser Schiff bewegt sich rhythmisch hin und her. Die Flagge am Heck steht steif wie ein Brett. Schnell reinholen, bevor sie uns samt Flaggenstock wegfliegt!

Beim Abspülen ruckt und reißt unser Schiff an den Leinen wie ein armer Gaul, der die Peitsche spürt. Der Sturm drückt das kleinere Nachbarboot an Backbord unerbittlich gegen den Rumpf. Die Fender halten zähneknirschend dagegen. Es schwankt und wankt, als wären wir in Fahrt!

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