05.08.2018 Und täglich grüßt der Ätna

Nach einem gemütlichen Abend mit Monika und Klaus von der SY Majunga verabschieden wir uns am letzten Tag im Juli vom italienischen Festland, von Kalabrien und vom Porto delle Gracie in Roccela Ionica.

Es ist kurz nach fünf Uhr morgens, als wir uns bei ganz wenig Wind aus der Marina ins tiefe Wasser hinaustasten. Danach streben wir entlang der kalabrischen Küste der Straße von Messina entgegen. Schon eine Stunde später bekommen wir die harten Fallböen zu spüren, die mit bis zu sieben Beaufort von den Bergen auf dem Festland heruntersausen und ins gesetzte Großsegel knallen. Weiterlesen

12.06.2017 Das Leben ist lebensgefährlich.

Im Allgemeinen. Hier in Sizilien aber auch im Besonderen.

Der Grund dafür ist Europas größter Vulkan: der ÄTNA. Er steht dort, wo Afrika und Europa zusammenstoßen und sich immer wieder aneinander reiben, dass es nur so kracht und zischt. Denn der größte Teil Siziliens gehört geologisch zur afrikanischen Platte, während nur der Norden zur eurasischen Kontinentalplatte gehört.

Wer hier lebt, muss täglich damit rechnen, dass glühende Lavaströme Haus und Garten verschlucken oder Erdbeben das Dach über dem Kopf einstürzen lassen.

So geschehen 1693, als ein Beben ganz Südostsizilien zerstörte. Im Nordosten der Insel traf es zuletzt Messina. 1908 verwüstete das stärkste je in Europa gemessene Erdbeben auch noch die letzten antiken Gebäude, die nach dem ebenfalls verheerenden Beben von 1783 übriggeblieben waren. Noch viel schlimmer: 80 000 Menschen wurden von den Trümmern begraben oder fanden in der anschließenden Flutwelle den Tod.

Schon von weitem erkennbar: Messina ist eine moderne Stadt Weiterlesen