40°37.333´N – 0°36.227´W Sant Carles de la Rapita, den 30.07.2015

Drei Tage in „The Sticks“ reichen, um einzukaufen, im Internet zu surfen und lecker essen zu gehen. Letzteres ist eher ein Zufallstreffer. Es ist wieder mal so heiß, dass mir allein bei dem Gedanken an Kochen der Schweiß ausbricht. Wir beschließen deshalb, die Pizzeria in Burriana  zu testen. Doch schon am Hafenausgang stoppen wir ab. Das kleine Lokal mit der Hafenblick-Terrasse hat gerade wieder eröffnet. Noch sind fast alle Tische frei. Irgendwie spüre ich, dass wir hier einkehren sollten. Der freundliche Wirt von „Rita & Pepa“ bringt uns die übersichtliche Speisekarte. Während wir sie studieren, laben wir uns an der köstlichen Aioli und dem Bauernbrot, das gleich auf dem Tisch steht. Auch der gut gekühlte Rose´ schmeckt ausgezeichnet. Mutig ordern wir als Vorspeise „Calamares Romesco“, die als gut erkennbare-da unversehrte Tintenfische- im „Vierer-Pack“ gegrillt und wunderbar gewürzt auf der Platte liegen. Sogar der Käpt´n mit seiner „Fisch-Allergie“ vernichtet zwei der Burschen ohne zu meutern. Eigentlich sind wir jetzt satt, doch wir haben ja noch Kalbsfilet und Seebarsch bestellt. Ein verdauungsfördernder „Mahou Barril“  beendet schließlich das Schlemmermahl. Um gut 50 Euro leichter, aber beschwingt und glücklich „rollen“ wir an Bord zurück. Das Lokal ist jetzt übrigens voll mit Einheimischen besetzt. Doch wir sind ja ohnehin schon länger die einzigen Deutschen auf weiter Flur, zumindest, was die Häfen betrifft.

Am übernächsten Morgen verspricht der Wetterbericht guten Segelwind. Und tatsächlich: Von den gut sechs Stunden können wir vier an der grünen Küste entlang nach Porto las Fuentes segeln. Auf bewegter See nähern wir uns schnell unserem Ziel, müssen unterwegs sogar die Segel reffen.

Ambosswolke auf dem Weg nach Las Fuentes

Ambosswolke auf dem Weg nach Las Fuentes

Kurz vor der engen Hafeneinfahrt muss der Motor angeschmissen werden. Nachdem die Segel geborgen sind, schaukeln wir über die hohen Wellen in den Hafen. Der arme Motor muss ordentlich arbeiten und wird gründlich durchgerüttelt. In kürzester Zeit verwandelt die Hitze der Maschine den Salon in eine Sauna.

Über Funk frage ich in der Marina nach einem Anlegeplatz. Hinter der engen Hafeneinfahrt steht dann auch schon ein Marinero und winkt uns in eine enge Gasse auf einen freien Platz. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung zum Hafenbüro und zu den schnuckeligen Sanitäranlagen. Doch wie wir aus dieser „Mausefalle“ wieder heil rauskommen sollen, raubt dem Käpt´n zum Schluss fast den Schlaf. Weiterlesen