18.10.2018 Quo vadis?

Nachdem ich mir meinen Unmut über „das Portal“ von der Seele geschrieben habe, bereite ich mich auf erfreulichere Dinge vor.

Am 3. Oktober nämlich muss auf der Anima mea Platz geschaffen werden für einen Gast!

Es ist der Bruder des Käptn, der aus Düsseldorf einfliegt, um uns eine Woche zu besuchen.

Die beiden Brüder Weiterlesen

28.04.2017 Viertausend!

Nein, wir haben nicht im Lotto gewonnen. Wir meiden Glücksspiele und gehen stattdessen lieber in eine der (geschätzt) 4000 Kirchen in Rom. Den Ehrgeiz, alle zu besuchen, haben wir nicht. Irgendwann wollen wir ja auch weiterziehen, aber das Wetter hier verdient momentan den norddeutschen Ausdruck „Schietwedder„: Stürmisch, regnerisch und kalt. Hinter der Hafenmole tobt das aufgewühlte Meer, der Heizlüfter surrt Tag und Nacht und Anima mea ruckt heftig an den Leinen. Weiterlesen

20.04.2017 La dolce vita

Am Ostersonntag machen wir mal nichts. Einfach nur faulenzen und die Sonne genießen!  Das ist der wahre Luxus: Wir sind in ROM und müssen nichts machen! Wir haben Zeit!

Am Ostermontag schlägt der Käptn einen letzten Besuch im Petersdom vor. Bevor wir Rom verlassen,  will er dort unbedingt noch das Petrusgrab unter der Basilika besichtigen.

In den beiden Metrolinien ist relativ wenig los. Auch die Menschenmassen in den Straßen zwischen der Metrostation Ottaviano und dem Dom halten sich in Grenzen. Dann der Schock: Eine ellenlange Warteschlange, die sich über den gesamten Petersplatz zieht. Bei aller Liebe: Da stelle ich mich nicht an!

Der Käptn ist enttäuscht. Nichts kann ihn trösten, weder das Argument, dass ja heute am Montag alle Museen geschlossen sind und daher der Besucherandrang im Petersdom besonders groß ist, noch, dass in meinem Reiseführer steht, die Besichtigung des Petrusgrabes müsse mindestens zwei Monate vorher schriftlich angemeldet werden.

Nun ist guter Rat teuer. Was könnte den Käptn jetzt aufheitern? Weiterlesen

11.04.2017 Festa delle Palme

nennen die Italiener den Palmsonntag. Sowohl katholische als auch evangelische Christen feierten den vergangenen Sonntag zur Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem. Obwohl er – bescheiden, wie er war – auf einem Esel in die Stadt ritt, begrüßte ihn das Volk wie einen König. Die Menschen jubelten ihm zu, legten ihm Palmzweige und sogar ihre Kleider zu Füßen. Sie freuten sich, mit dem berühmten „Heilsbringer“ das jüdische Pascha-Fest zu feiern. Mit einem Mann, der Kranke heilte, Tote zum Leben erweckte, keinen Unterschied zwischen Arm und Reich, zwischen Mann, Frau oder Kind machte. Der so viel Zuspruch erhielt, dass es den Herrschenden angst und bange wurde. Sie fürchteten so sehr um ihre Macht, dass sie ihn unter einem Vorwand schließlich zum Tod am Kreuz verurteilten.
Doch warum nahmen die Juden ausgerechnet Palmwedel für den „roten Teppich“?
Nun, die Palme galt damals als heiliger Baum und war ein Zeichen für Leben und Sieg.

Gerade öffnen sich die duftenden Blüten der Palmen auch im Porto di Roma.

Wir beide wollen heute mal nicht arbeiten sondern den Sonntag heiligen. Nach der vielen Arbeit fällt uns das überhaupt nicht schwer und so machen wir uns am Vormittag auf den Weg nach Rom. Meine Bedenken, dass heute an diesem Feiertag die Metro wieder brechend voll sein könnte, bestätigen sich glücklicherweise nicht. Entspannt steigen wir an der Haltestelle Colosseo aus. Wow! Das Colosseum leuchtet uns gesandstrahlt in neuem Glanz entgegen. Weiterlesen