Lagos, 11.05.2015 – Es grünt so grün, wenn Spaniens Rosen blühün….

Immer wieder schießt mir dieses Lied durch den Kopf, während Heinz unseren Leihwagen bergauf, bergab durch das blühende Andalusien steuert.

Am Dienstag, dem 28. April starten wir von Lagos aus zu unserer kleinen Spanienrundreise auf vier Rädern. Auf meinem Schoß liegt die große Portugal-Spanien-Länderkarte, die ich Heinz letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt habe. An der Windschutzscheibe klebt unser Tom-Tom-Navi, das wir von zu Hause mitgenommen haben. Schnell das Land auswählen, dann den Zielort eingeben, schon kommandiert   die altbekannte Frauenstimme: „Fahren Sie in den Kreisverkehr und nehmen Sie die dritte Ausfahrt. Zweite Ausfahrt!“ Alle Tom-Tom-Besitzer wissen, wovon ich hier rede! Da die Dame im Tom-Tom nicht auf dem aktuellsten Stand ist und sich sowohl in Portugal bzw. Spanien viel in Sachen Straßenbau getan hat, überprüfe ich laufend auf der Karte, ob die Kommandos uns auch wirklich zum Ziel führen.

Die erste Katastrophe verursacht Frau Tom-Tom bereits, nachdem wir den wunderschönen Donana-Nationalpark hinter Huelva durchquert haben. Am Rande der schmalen Straßen beäugen uns Störche auf fast jedem Lichtleitungsmast, Nisthilfe für ihre mächtigen Nester. Wegränder und Wiesen sind übersät von bunten Wildblumen, Kühe und Pferde baden im Blütenmeer.

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Auf jedem Lichtleitungsmast wohnt eine Storchenfamilie

8.IMG_0097Blütenteppich unter Korkeichen

Wir erreichen am späten Nachmittag unseren ersten Zielort: Arcos de la Frontera, das westliche Tor zu den berühmten weißen Dörfern, den „pueblos blancos“. Hier haben wir für die erste Nacht bei www.booking.com im Hotel „Marques de Torresoto“ ein Doppelzimmer gebucht. Mit der ausgedruckten Wegbeschreibung kann ich nicht viel anfangen, also verlassen wir uns auf Frau Tom-Tom. Zielstrebig kommandiert sie uns in die weiße Stadt, die sich von der Spitze eines Hügels über die steilen Hänge ins Tal ergießt. Es geht bergauf! Immer steiler!! Es geht nur in eine Richtung ohne Wendemöglichkeiten!!! Wir ziehen unwillkürlich den Bauch ein, denn es wird enger und enger. Entgegenkommende Einheimische schauen uns ungläubig an. Doch wir kommen heil an jedem Hindernis vorbei. Der Angstschweiß steht uns allerdings schon auf der Stirn, da geht es endlich bergab. Doch jetzt wird es erst so richtig aufregend. Es geht nämlich steil, sehr steil bergab! Man kennt das Geräusch, wenn zwei Luftballons aneinander gerieben werden. Genau ein solches Geräusch machen unsere Reifen, die kaum Halt finden auf den glatten Pflastersträßchen. Endlich sind wir wieder im unteren Bereich der Stadt und parken. Puhhh! Ist noch mal gut gegangen!

45.IMG_0140Arcos de la Frontera

Wir steigen aus und laufen los, fragen nach dem Hotel in der gleichnamigen „Calle“ (Straße). Kaum einer hier unten kennt es. Doch dann erklärt ein junger Mann grinsend: „Da oben auf dem Berg, wo die Kirche ist, da müsst ihr hoch, zehn Minuten Fußweg!“ Wer´s glaubt, wird selig!

Wir gehen erstmal ohne Gepäck und finden nach mehrmaligem Fragen das Hotelchen in einer besonders engen Gasse, direkt bei der Kirche. Ein schönes altes Gebäude mit einem typisch spanischen Innenhof. Hier werden die Mahlzeiten serviert. Einen Parkplatz gibt es allerdings nicht. Also beschließen wir nach dem Einchecken, das unbedingt Nötigste aus der Reisetasche in den Rucksack umzupacken und laufen nochmals ins Tal hinunter und wieder hoch. Der beschwerliche Ab- und Aufstieg wird durch die wunderschönen Ausblicke in den malerischen Gassen versüßt.

Das Hotel hat seine besten Tage hinter sich, doch der Charme des alten Gemäuers und das freundliche Personal gefallen uns. Nach einem Abendbummel kehren wir  in einer typisch spanischen Kneipe ein. Noch sind kaum Touristen hier. An der Bar kippt ein Einheimischer ein Glas nach dem anderen in sich hinein und unterhält sich mit dem Wirt. Spanier reden gerne und viel miteinander, das werden wir immer wieder feststellen. Auf dem harten Kissen im Hotelbett ruht mein müdes Haupt ausgesprochen schlecht. Aber gut. Dann geht es wenigstens früh weiter durch den „Parque Natural Grazalema“. Wir genießen die Tour auf der Straße Nr. 372 über El Bosque nach Grazalema, wo wir zu Mittag essen. Ich probiere „Junge Disteln mit Rührei“ (Revuelto de Tagarninas), eine Spezialität dieser Gegend. Schmeckt gut!  Bis hierher sind die Berge kontinuierlich bis auf 1103 m (Pto. del Boyar) angestiegen. Weiterlesen

Lagos/Portugal, 23.04.2015

Die Seenomaden sind wieder zu Hause!

Das lange, graue Winterhalbjahr ist vorbei. Wir sind wieder im sonnigen Süden, haben unsere komfortable Wohnung gegen die geliebte Enge auf unserer Anima mea eingetauscht, kramenständig das Unterste zu Oberst, wenn wir etwas in einer Schublade suchen, tragen in Listen ein, was sich in Schapps und Backskisten drängt , sortieren Altes aus und Neues ein….

Und wir wischen und waschen, streichen und polieren, scheuern und schrubben, bis die Haut an den Händen rau und rissig wird, während unser Schiff in neuem Glanz erstrahlt. Wir rennen wieder durch die Gegend , schleppen mit dem Rucksack auf dem Rücken, dazu in jeder Hand einen Beutel alles an Bord, was Schiff und Mannschaft benötigen. Wir fallen spät abends todmüde in die Koje und schlafen wie in Abrahams Schoß. Am nächsten Morgen ist wieder etwas von unserem Winterspeck geschmolzen, der Muskelkater verzieht sich langsam , und wir werden zunehmend beweglicher und entspannter.

Portugal nimmt uns freundlich auf. Am 11. April landen wir glücklich mit German Wings in Faro. Die Sonne scheint, das Meer ist blau, alles grünt und blüht. Vom Flughafen aus bringt uns ein Taxi zum Bahnhof. Der Fahrplan vom vorigen Jahr hat sich nicht verändert. Gerade ist der Zug nach Lagos abgefahren. Was soll´s! Wir setzen uns im Bahnhof auf eine Bank, genießen die Sonne, das Vogelgezwitscher und beobachten die Leute. Noch sind nicht viele Touristen hier und wenn ja, sind es meist Briten. Nach 1 ½ Stunden steigen wir in den Zug nach Lagos, zuckeln durch die altvertraute Landschaft und entdecken Altes neu. Der Zug hält an jeder Ecke, die Fahrt dauert 1 ¾ Stunden und es ist schon dunkel, als wir in Lagos ankommen. Die Uhr haben wir längst eine Stunde zurückgestellt. In Deutschland ist es jetzt bereits 21:18 Uhr.

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Mit German Wings nach Faro

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Bahnhof Faro

Um die Ecke, bei der Schiffswerft „Sopromar“ steht unser Schiff an Land. Was wird uns dort erwarten? Werden die Möwen unser gutes Stück belagert oder gar als Toilette missbraucht haben? Wird innen alles muffig und schimmlig sein? Womöglich haben sich diese ekligen Kakerlaken in unserem Bettzeug eingenistet! Oder hat der Sturm gar unsere alte Kuchenbude – die neue hatten wir natürlich wieder abgebaut- in Fetzen gerissen?

Noch müssen wir uns gedulden. Es ist Wochenende und wir können nicht auf das eingezäunte Sopromar-Gelände. Zunächst müssen wir unsere Ferienwohnung finden, die wir für die ersten neun Tage im Internet gebucht haben. Mit dem schweren Gepäck schieben wir los. Wir haben natürlich eine Wegbeschreibung, aber schon am zweiten Kreisverkehr biegen wir falsch ab. Müde und erschöpft irren wir durch fast menschenleere Straßen. Wie gut, dass es Hunde gibt, die noch spät abends Gassi gehen müssen. Herrchen und Frauchen (Briten natürlich) bringen uns auf den rechten Weg. Der ist leider sehr beschwerlich. Es geht steil bergauf zum „Vita Sol Park“, wo wir vor einer verlassenen Rezeption stehen. Wir sehen uns schon die Nacht auf der Wiese verbringen, da kommt eine Gestalt aus dem dunklen Rezeptionsgebäude und fragt nach unserem Namen. Man hat uns tatsächlich erwartet! Der gute Mann vom Sicherheitsdienst bringt uns zu unserem Block 10, Apartment 11 im ersten Stock.

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21.10.2014 – Abschiedsstimmung

Abschied liegt in der Luft!

Am Wochenende verabschiedete sich zunächst das schlechte Wetter. Die Segel wurden ein letztes Mal hochgezogen, mit Süßwasser abgespritzt und im linden Lüftchen getrocknet. In kurzer Hose und ärmellos holten wir sie dann herunter, rollten sie auf dem Steg fein säuberlich auf und packten sie in die Segelsäcke. Alle schmutzige Wäsche, die sich seit Portimao angesammelt hatte, wurde in drei Waschmaschinen-Gängen gewaschen, wobei mich eine Kakerlake im Waschpulver-Eimer erschreckte. Ein kapitaler Bursche, der erste, den wir bisher auf unserem Törn gesichtet haben. Mögen weitere ausbleiben!

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La Cucaracha

Nachdem alles getrocknet war, sortierte ich schon mal nach „das bleibt an Bord“ und „das kommt in den Koffer“. So häuften sich im Vorschiff und in der Hundekoje bereits einige Stapel mit Dingen an, die morgen in Hamburg-Fuhlsbüttel landen werden.

Alle Vorräte, deren Haltbarkeitsdatum vor dem 20.April 2015 lag, wurden verarbeitet. Darunter fünf englische Brotback-Mischungen, Trockenmilchpulver, Tütensuppen und Dr. Oetker Kaiserschmarrn, zu dem ein leckeres, selbstgemachtes Apfelmus auf den Tisch kam.

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Brot aus englischer Backmischung, Apfelmus und Tomatensoße aus portugiesischem Obst und Gemüse

Auch Franz und Heidi von der Albatros sagten wir „Adjö!“ Mit ihrem VW-Bus, den eine Tochter von München hierher gesteuert hatte, starteten sie am Samstag zu einer Entdeckungsreise ins Landesinnere von Portugal. Toll, wenn man sowohl zu Wasser als auch zu Lande mit eigenen Gefährten die Gegend erkunden kann!

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Franz und Heidi auf ihrer Albatros, eine Halberg-Rassy 31

Unseren englischen Nachbarn Ben und Philippa mit ihren Kindern Olive und Alfi sagten wir am Montag „Goodbye!“. Jeden Tag freuten wir uns über die süße Olive, wenn sie mit ihrem hohen Piepsstimmchen auf der „Dhanu“ herumzwitscherte und den „Monkey“ gab, indem sie am Rahmen für die noch nicht vorhandene Kuchenbude schaukelte. Unsere Anima mea hat sie ebenfalls gründlich untersucht und ihr Papa, gelernter Bootsbauer, war sehr angetan von Käptn´s Selbstbau-Version. 4.IMG_2331-58

Ben und Olive

Mama Philippa hat einen eigenen Blog: philippaodonnell.wordpress.com 5.IMG_2332-58

Philippa und Alfi

Auf sehr unterhaltsame Weise schreibt die studierte Rechtsanwältin über die Geschichte der alten Holzyacht, ihren Ben und ihr „The Great Pea Green Boat Adventure“ mit der Familie. Unbedingt lesenswert! Ich werde auf jeden Fall weiterverfolgen, wo es die Vier demnächst hintreibt. Noch haben sie nicht in Richtung Kanaren abgelegt.

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13.10.2014 – Lagos im Regen

Aber hallo!!! Die Algarve kann auch anders!!!!

Am vergangenen Dienstag verdunkelten graue Wolkenberge zunehmend den blauen Algarvehimmel. Am Mittwochmorgen um acht Uhr weckte uns ein trommelndes Geräusch an Deck. Es regnete!

„Wie schön für die Natur!“ dachten wir. Und richtig: Die blühenden Hibiskusbäume an der Avenida dos Descobrimentos glänzten wie frisch geduscht und bildeten in den nächsten Tagen eifrig neue hellgrüne Blätter und rote oder rosa Blüten. Der Rasen unter den Königspalmen erstrahlte sattgrün und sogar die längst verblühten Mittagsblumen trieben eine zweite Blüte aus.

Der Käpt´n nutzte die Regenpause für einen Ölwechsel. Nun hatte ich endlich mal Gelegenheit, in Ruhe durch die vielen kleinen Geschäfte in der Stadt zu bummeln. Gerade hier in Lagos werden sehr schöne portugiesische Produkte angeboten: Schicke Lederprodukte wie Handtaschen und Schuhe, wunderschöne Schals und Tücher, Bett- und Tischwäsche sowie bunte Kostbarkeiten aus Glas und natürlich die essbaren Köstlichkeiten wie z. B. Marzipan aus Algarvemandeln oder die allgegenwärtigen Sardinen in Dosen. Besonders faszinierend finde ich, was alles aus Kork hergestellt wird! Dünn und weich wie feines Leder wird es zu Schuhen, Taschen, Schlüsselanhängern und vielem mehr verarbeitet. Kleiner Wehmutstropfen bei meiner Rückkehr: Im Cockpit prangte ein fieser Ölfleck auf dem Teakboden. Die Plastiktüte, in der die Flaschen mit dem alten Öl standen, war undicht. Plastiktüten bringen doch wirklich nur Ärger!

Mit heißem Wasser, Reinigungsmittel und Putzschwamm stürzte ich mich auf den Schandfleck, scheuerte bei der Gelegenheit gleich das ganze Cockpit, das hinterher glänzte wie ein Affenpopo. Aber der Schandfleck war mal gerade etwas heller geworden. Die Zeit, das Salzwasser und die Sonne werden ihm irgendwann den Garaus machen.

Um den Tag doch noch schön ausklingen zu lassen (und weil ich nach dem Putzeinsatz keine Lust mehr zum Kochen verspürte), gingen wir in der Stadt essen und hinterher in eine kleine Bar an der Praca Gil Eanes. Wie schon vorher beim Essen, wurden wir auch hier mit Lifemusik verwöhnt. Wir stellten wieder einmal fest, dass Lagos die schönste, lebendigste Stadt an der Algarve ist. Im Gegensatz zu den anderen Orten werden hier die Bürgersteige noch nicht hochgeklappt, was immer noch viele Touristen anlockt. Die haben es mittlerweile jedoch etwas schwer, die gute Laune zu behalten!

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28.09.2014 – Wandern in Albufeira

Nun sind wir schon seit sieben Tagen in Albufeira. Nachdem wir reichlich durch den Ort und über die ortsnahen Strände gebummelt sind, wünschten wir uns mal etwas mehr Landschaft und weniger Bebauung. Die Marina liegt ja in einem Tal. Auf der einen Seite zieht sich die Stadt Albufeira den Hang hinauf. Haus an Haus, terrassenförmig ineinander verschachtelt, stapeln dich die neu gebauten Ferienwohnungen. Teilweise sind es noch Rohbauten, an denen anscheinend seit längerer Zeit nicht gearbeitet wurde. Bleibt nur zu hoffen, dass das kein Dauerzustand bleibt!

Auf der anderen Seite steht am Rande der Marina eine Doppelreihe mit bunten Einfamilienhäuschen. Dahinter ein noch unverbauter Hang, nur ganz oben stehen villenartige Häuser. Diesen Hang wanderten wir gestern bis zum Leuchtturm hinauf.

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Der Leuchtturm Albufeira

Na ja, schon wieder alles bebaut! Aber großzügiger, mit parkähnlichen Gärten drumherum. Überwiegend moderne Villen, einige mit „unverbaubarem“ Meerblick und atemberaubender Aussicht. Etwas störend und gar nicht edel: Hier eine leere Plastikflasche am Wegesrand, da ein Plastikbeutel im Gebüsch. Ich konnte mich einfach nicht beherrschen und sammelte den Müll ein, wenn ein Müllcontainer in der Nähe war.

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Sicher keine preiswerte Wohnlage

Wir wanderten durch das Villenviertel an der Küste entlang nach Westen. Plötzlich tauchten in unmittelbarer Nachbarschaft der Edelhäuser elende Hütten auf. Dazwischen lärmende Kinder und bellende Hunde. Von hier kam also das abendliche Kläffkonzert des kleinen Köters, das wir täglich von Bord aus hörten! Drumherum: Müllberge! Uns wurde erzählt, Portugal habe den höchsten Verbrauch an Plastiktüten europaweit: 400 Plastiktüten pro Kopf im Jahr! Und die fliegen trotz des vorbildlichen Mülltrennungssystems munter durch die Gegend.????????????????????????????

Leben am Rande der feinen Gesellschaft

Wir wanderten weiter. Die Bebauung lichtete sich, die geteerte Straße mündete in einen Sandweg. Endlich nur noch Pinien, Gras und Felsen und dahinter das Meer. Überall führten schmale Trampelpfade zum Küstenrand. Wir bogen auf einen davon ein und dann dieser Ausblick!

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Farbenprächtige Steilküste

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Von Wind und Wasser geformt

Wir folgten einem Küstenpfad, der mit einem roten Punkt markiert war. Traumhaft schön: Die Farben des Sandsteins, die filigranen Muster der ausgewaschenen Steingerippe und die bizarren Formen der zerklüfteten Felsen.

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Felskluft

Trotz der langen Trockenzeit – es ist nach wie vor jeden Tag um die 25° C – schaffen es einige Pflanzen zu blühen. Aber auch die längst verblühten waren schön anzusehen!??????

Blühende Distel

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Verblühte Schönheit

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Überlebenskünstler

Im üppigen Buschwerk mit roten und rosa Beeren – die Floristen in Deutschland binden diese Zweige gern in ihre Blumensträuße- ein Kunstwerk aus Wespenpapier.??????????

Wespennest

Dann erreichten wir einen kleinen, malerischen Strand. Sein Name war „Arrifes“. Im Strandrestaurant machten wir eine Rast. Unsere Tischnachbarn wollten wissen, ob wir hier leben. „Wir leben auf unserem Boot!“ antworteten wir. Große Überraschung bei den beiden Herren aus Trelleborg in Schweden. Sie selber waren auf der Suche nach einem Haus für ihr Leben im gerade erreichten Ruhestand . Die Sonne und das milde Klima der Algarve waren Grund genug, der schwedischen Heimat den Rücken zu kehren.

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Arrifes

Gleich nebenan die nächste Traumbucht: S. Rafael?????????

S. Rafael

Am nächsten Tag wollten wir noch ein Stück weiter wandern. Doch nach S. Rafael kamen wir nur eine Bucht weiter, dann standen wir wieder in einer neu erbauten Feriensiedlung. Offensichtlich leben hier überwiegend Engländer wie überall in Albufeira. Die Speisekarten der Restaurants sind grundsätzlich in Portugiesisch und Englisch, manchmal auch in Deutsch. Es gibt sogar einen lokalen englischsprachigen Radiosender. Etwas enttäuscht drehten wir um und gönnten uns im Strandrestaurant Arrifes eine leckere Weißwein-Sangria.

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Die Küste hinter S. Rafael

Wenn wir morgen nach Portimao weiterfahren, werden wir ganz dicht unter dieser Küste vorbeiziehen, um uns die Pracht noch einmal vom Wasser aus anzusehen. Dann haben wir den unverbaubaren Blick auf die farbenfrohe Landschaft. Hoffentlich gerät uns keine Plastiktüte in die Schraube!