17.04.2017 -Tivoli

So hieß ein Kinopalast in meinem Heimatort. Als Kind war es für mich in den Fünfziger-Jahren die Spitze des Vergnügens, am Sonntag ins Tivoli zu gehen. Danach beglückten mich meine Eltern mit einer Tüte Pommes mit Senf von der Frittenbude gegenüber, die mir Kraft für den kilometerlangen Heimweg spendete.

Als ich selbst Kinder hatte, führte ich sie während eines Sommerurlaubs ins Kopenhagener Tivoli. In diesem großen Vergnügungspark wanderten wir auf verschlungenen, von Lampions erleuchteten Wegen von Attraktion zu Attraktion, bis meiner kleinen Tochter Silke plötzlich der gasgefüllte Luftballon aus dem Händchen flutschte. Da war es aus mit dem Vergnügen im Tivoli!

Was ich damals noch nicht wusste:

Tivoli,  Synonym für verschiedenste Vergnügungseinrichtungen, hat seinen Ursprung in dem gleichnamigen Ort 35 km östlich von Rom. Weiterlesen

16.04.2017 – Wir wollen es wissen

Ist zu Ostern in Rom tatsächlich „Die Hölle“ los?

Am Karfreitag machen wir uns morgens auf den Weg in die heilige Stadt. Die Geschäfte sind geöffnet. Die Menschen bereiten sich auf das Osterwochenende vor. In Deutschland läuft an diesem Tag gar nichts, hier ist es wie immer. Die Metro ist gut gefüllt, aber lange nicht überfüllt. Im Vatikan sind viele Touristen und Pilger, aber längst nicht so viele wie im letzten Herbst. Der abgesperrte Platz vor dem Petersdom ist menschenleer. Pflanzenkübel werden in Position gebracht, eine Kehrmaschine dreht ihre Runden. Die Polizei in prächtiger Uniform passt auf, dass niemand die Absperrung überwindet. Alles wirkt entspannt und heiter.

Der Petersdom am Karfreitag Weiterlesen