25.07.2017 – Spurensuche

Wir bleiben eine Nacht in der Bucht Ormos Schoinos und fahren am Freitagmorgen nach Vathi. Einen Ort namens Vathi hatten wir ja schon auf der Insel Meganision, aber das hier ist Vathi auf Ithaka, der Insel, die einst das Reich des sagenhaften Königs und Helden Odysseus war.

Vathi ist seit dem 16. Jahrhundert die Inselhauptstadt. Wie die Zuschauer in einem riesigen Amphitheater blicken die bunten, hübschen Häuser von den steilen Hängen hinunter auf die ankernden Schiffe in diesen wunderschönen Naturhafen.

Blick von der Nordinsel auf die Ankerbucht Ormos Schoinos (links) und den Naturhafen Vathi (rechts).

Zuerst steuern wir die Tankstelle an. Hier füllen wir den Tank mit Diesel auf, machen den Kanister für unseren Außenborder voll und können sogar Wasser nachtanken. Den großen Beutel Müll nimmt uns der Tankwart auch noch ab, dann heißt es aber: Schnell weg! Denn die Yachten stehen schon Schlange an dieser Bunkerstation. In diesem Teil der Ionischen Inseln gibt es selten Möglichkeiten zum Tanken von Treibstoff und Wasser. Weiterlesen

22.07.2017 – Im Land der Götter

Am Sonntag kehren wir nach dem Abendessen in der Taverne „Pascha“ noch auf einen Uso in der benachbarten Bar „Pristina“ ein. Hier sitzen wir auf der luftigen Terrasse und beobachten die dunklen Wolkenformationen, die vom Festland herüberquellen. Die freundliche Wirtin hat uns schon erzählt, dass dort bereits heftige Regenschauer niedergehen. Und genau so sagen es auch unsere Gribs vorher!

Hier in Vathi auf der Insel Meganision soll es allerdings auch Regen geben, doch die kleine Kellnerin erklärt: „Nein, es wird nicht regnen. Ich bin von Levkada und kenne mich aus. Das Wasser muss schwarz werden, dann regnet es bald. Es ist aber noch zu hell. Vielleicht ein paar Tropfen. Mehr nicht.“

Obwohl es drückend heiß im Schiff ist, haben wir beim Weggehen vorsorglich die Luken geschlossen. So trinken wir in Ruhe unseren Uso aus und machen uns dann auf den Weg zum Schiff.

Kaum sind wir da, beginnt es zu krachen und zu blitzen. Der dunkle Himmel öffnet seine Schleusen. Um 21 Uhr prasseln Hagelkörner wie ein Trommelfeuer auf das Deck und unseren Cockpitschirm. Hoffentlich überlebt er das! Zehn Minuten später verwandelt sich der Hagelschauer in Starkregen. Nach weiteren 15 Minuten stoppt der Regen, es blitzt und donnert weiter und die Luft ist deutlich abgekühlt. Ein süßer Duft von Oleanderblüten erfüllt die Luft. Die Natur atmet auf!

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