Plymouth, 15.04.14

Es geht voran! Heute haben die Arbeiten zur Behebung des Sturmschadens begonnen. Chris von Dicky B Marine hat den Auftrag bekommen, nachdem er seinen Kostenvoranschlag durch eine Preissenkung von ein paar hundert Pfund nach unten korrigiert hat. Sorry, James! Wir hätten es dem jungen Bootsbauer aus Turnchapel wirklich gegönnt, aber obwohl er nicht VAT-pflichtig ist , konnte er letztlich nicht mit der Konkurrenz mithalten. Heute wurden an drei Stellen Teile des beschädigten Süllrandes entfernt und abgedichtet. Bevor es – wahrscheinlich erst nach Ostern – weitergeht, muss zunächst das georderte Holz geliefert werden. Doch Chris hat hoch und heilig versprochen, alles bis Ende April fertig zu stellen, obwohl einer seiner Tischler in Osterurlaub ist, ab Freitag vier freie Tage anstehen und sein Großprojekt, die Scilly-Ferry, noch unvollendet in seiner Halle steht!

Gut, dass wir gestern mit dem Großteil aller zu erledigenden Arbeiten am Schiff fertig geworden sind. Trotz des nervtötenden Hustens der Bordfrau und einer entzündeten Verletzung am Zeigefinger des Kapitäns wurde fleißig gearbeitet, was bei dem anhaltend trockenen und sonnigen Wetter auch noch einigermaßen Spaß machte.

Zunächst wurde das neue Ersatzteil für den Keilriemen eingebaut.

01

Hier sieht man das Prachtexemplar kurz vor der Montage.

Dann wurden Großsegel und Fock angebracht.

Weiter ging es mit der Sklavenarbeit des Teakdeckcleaning. Doch „Mount Batten Boathouse“ – unser Niemeyer vor Ort- füllte uns dafür aus dem großen Tank ein professionelles Mittelchen ab. Nicht billig, aber sehr wirksam, ließ es unter der Bürstenmassage den Algenschleim aus allen Ritzen brodeln.

Während der Kapitän die elektronischen Geräte anschloss und damit wieder zum Leben erweckte, lackierte die Bordfrau an Deck die entsprechenden Holzteile mit einer Schicht „D2“, wobei sie ganz nebenbei auch noch die schöne Aussicht auf das malerische Örtchen Turnchapel genoss.

02

Das Sonnenuntergangsfoto der Festung „Mount Batton“ entstand anschließendwährend der Vorbereitung des „Dinner for two“ in der Pantry.

03

So hatten wir heute endlich mal wieder Gelegenheit , die Gegend zu erkunden.

Nach dem Motto: There´s so much to discover“ wurde heute Saltram House and Garden (www.nationaltrust.org.uk/saltram) ausgewählt. Im 18. Jahrhundert schuf sich die angesehene und wohlhabende Parker Familie hier ein beeindruckendes Zuhause, ausgestattet mit handgemalten chinesischen Seidentapeten, aufwändigen Stuckarbeiten, wertvollen Gemälden und Porzellansammlungen.

05 04 06 07 08 09

Obwohl wir in unserem Leben schon viele Schlösser und Herrenhäuser besichtigt haben und im Hinterkopf ständig Vergleiche mit unserem geliebten Hamburger Rathaus ziehen, waren wir tief beeindruckt vom erlesenen Geschmack der Parkers! Nach einem Kännchen Earl Grey und Lemontarte erwartete uns das nächste Highlight! Der wunderschöne Garten im Frühlingskleid, gespickt mit den humorigen Happy- Easter-Trail-Schildchen:

10 11 12 13 14 15 16 17

Nicht nur die Anima mea hat´s im Sturm erwischt! Auch 700 Jahre alte Eichen mussten weichen…

18 19

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Und den sahen wir , nachdem wir am Ufer des River Plym zurückwanderten:

20

Ein „Mini-Slum“ am Rande von Plymouth, direkt neben der dort befindlichen Müllhalde. Wir hoffen, die Kinderrädchen wurden nicht durch Unfälle sondern „nur“ durch Vandalismus zerstört. Immerhin wurde das trostlose Stillleben durch karibische Rhythmen aus Autoradioboxen belebt. Mann o Mann, geht uns das gut!!!!

Hinterlasst uns einen Kommentar:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: