Donnerstag, den 15.8.13

Seit vorgestern sind wir in Gosport, gegenueber von Portsmouth. Unsere englischen Freunde Nick und Marjorie aus Fareham kamen am naechsten Tag an Bord, und abends gingen wir im „Pebbles“ mit Blick auf den Solent und die Isle of Wight essen. Gestern um 13 Uhr wollten wir dann weiter, doch der Keilriemen flog nach dem Anlassen staendig raus. Gut, dass das nicht unterwegs passiert ist, denn dadurch geht ganz schnell der Motor ueber den Jordan. Heinz zog den Keilriemen mehrmals auf, doch immer wieder dasselbe. Wir riefen Nick an, er kam nach 40 Minuten mit seinen beiden Werkzeugkoffern, und er stellte fest, dass sich einige Teile des Motors verschoben hatten, „out off the line“ nannte das Nick. Als ehemaliger Ingenieur fuer Kuehlagregate „all over the world“ brachte er mit Engelsgeduld und vielen Unterlegscheiben – teilweise stellte er sie aus einem Stueck Kupferblech selbst her- alles wieder auf Linie. Warum das passiert ist? Wir wissen es nicht, doch wir hatten einen furchtbaren Toern von Brighton ( ein schoenes englisches Seebad mit viel Trubel auf der beruehmten Pier) nach Portsmouth. Gegen den Wind, der auf 6 Bf anstieg, was nicht angesagt war. Wir fuhren regelrecht Achterbahn ueber die Wellen, die sich kreuz und quer zusammenschoben. Vielleicht war das der Grund fuer das Problem. Als wir um 22.00 Uhr im Hafen anlegten, waren wir ganz schoen fertig.

Nachdem Nick und Heinz ihre oel- und dieselgetraenkten Haende einigermassen gereinigt hatten, luden wir unsere Freunde in einen richtig gemuetlichen Pub zum Essen ein. Es war ein lustiger Abend nur unter Englaendern mit englischem Bier und Cider. Heute holten uns die beiden dann zu einer Rundfahrt mit dem Auto ab, denn der Wind blaest mit 4 bis 5 Bf aus westlichen Richtungen, Tendenz steigend. Wir machten einen Bummel durch Portsmouth und fuhren dann zu Nicks Winterlagerplatz, denn seine „Constellation“ steht an Land, weil die beiden dieses Jahr Urlaub mit ihrem Wohnmobil gemacht haben. Der Hafen, wo ihr Schiff zur Zeit auf dem Trailer steht, faellt trocken und ist eine zauberhafte Oase der Ruhe. Leider bei unserem Tiefgang nicht machbar. Wir liegen in Gosport gegenueber von Portsmouth in einer „Premier“-Marina. Irre teuer, aber sehr komfortabel. Leider muss ich mich trotz des hohen Hafenpreises auch noch ins Inernet „einkaufen“, doch ich bin gerade bei Nick und Marjorie zu Hause und tippe hier kostenlos meinen Text. Nachher gehen wir wieder gemeinsam essen. Mit den beiden haben wir wirklich gute Freunde gefunden. Wir haben sie 2009 im Goeta-Alf-Kanal in Schweden kennengelernt, 2011 besuchten sie uns waehrend ihrer Tour mit dem Wohnmobil durch Skandinavien in Grossenbroder Faehre. Sie sind so lieb und hilfsbereit, es ist grosses Glueck, sie kennengelernt zu haben. Dann geht es wieder zurueck nach Gosport. Vor naechsten Dienstag koennen wir wahrscheinlich nicht weiter, weil der Wind zunehmend staerker werden wird. Doch gegenan durch den Solent, das machen wir nicht. Wegen dem Motor und wegen uns. Es gibt hier viel anzuschauen, Langeweile bekommen wir nicht. Das einzige Problem ist, dass uns die Zeit davonlaeuft.
Ansonsten koennen wir nur sagen, dass wir uns hier in England sehr wohl fuehlen. Die Menschen sind hoeflich, locker und hilfsbereit, die Haefen vorbildlich ausgestattet. Das hat natuerlich seinen Preis, aber ansonsten halten sich die Lebenshaltungskosten in Grenzen.

Hinterlasst uns einen Kommentar:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: